8 - Dein Leben darf sich an dich anpassen

Transkript anzeigen

00:00:00: Das ist jetzt die letzte

00:00:00: Folge und ich möchte heute über eine Sache reden, auf der eigentlich der ganze Kurs beruht.

00:00:05: Alles andere – also die Energiebilanz, das Nervensystem, die Maske, die Freude – das hängt alles mit diesem Eingedanken zusammen.

00:00:12: Nämlich dass dein Leben sich an dich anpassen darf!

00:00:17: Für die meisten von uns ist es aber das Gegenteil von dem, was wir gelernt haben.

00:00:21: Wir haben jahrzehntelang damit verbracht, uns anzupassen – an Räume, die zu laut sind, an Strukturen, die nicht zu uns passen, an Gespräche, die uns lehrziehen und wir waren gut darin!

00:00:31: Das ist ja das Fiese daran.

00:00:32: Wir waren so gut darinnen, dass es niemandem aufgefallen ist, nicht mal uns selbst.

00:00:37: Der Preis kommt trotzdem irgendwann, häufig nur ein bisschen später.

00:00:40: Bei mir kam er in der Ausbildung im Krankenhaus, das habe ich euch ja schon erzählt.

00:00:44: Was ich damals gebraucht hätte, war ganz sicher nicht mehr Disziplin.

00:00:47: Ich hätte jemanden gebrauchte, der mir sagt, dass ich mir mein Leben so einrichten darf, das ich darin atmen kann – auch wenn es von außen vielleicht komisch aussieht!

00:00:55: Ich möchte mit euch jetzt erstmal über etwas sprechen, das ein bisschen erklärt warum diese Richtung also dieses Verstecken so tief in uns drin steckt und das möchte ich auch ein bisschen einordnen.

00:01:05: Die weltweit

00:01:05: verbreiteste Therapie

00:01:06: für autistische Kinder heißt ABA.

00:01:09: Das steht für Applied Behavior

00:01:10: Analysis, also angewandte Verhaltenstherapie.

00:01:14: Sie kommt aus dem Bihaviourismus und wurde in den Sechzigerjahren in den USA entwickelt.

00:01:18: In den USA ist sie bis heute der Standard, viele Krankenversicherungen zahlen ausschließlich diese Formen.

00:01:24: In Deutschland ist sie etwas seltener.

00:01:26: es gibt sie aber auch hier und ihre Grundlogik begegnet einen auch hier an sehr vielen Stellen – in der Frühförderung, in der Schule, in Elternradgebern.

00:01:35: das läuft dann häufig so ab dass Verhaltensweisen festgelegt werden die aufgebaut werden sollen und Verhaltungsweisen herausgearbeitet werden die verschwinden sollen.

00:01:43: Alles wird in winzige Schritte zerlegt.

00:01:45: Das Gewünschte wird belohnt und das Unerwünschter wird ignoriert oder umgelenkt, und damals sogar auch

00:01:50: bestraft.

00:01:51: Und diese Therapie und diese Lenkung der Verhaltensweisen wurde in so einem Ausmaß durchgeführt, dass es teilweise zwanzig bis vierzig Stunden in einer Woche durchgefühlt wurde Und da wurden dann typischerweise so Sachen geübt wie Blickkontakt halten, Hände ruhig halten.

00:02:05: Also kein Wippen, keinen Flattern, keine Stimmen auf Ansprache reagieren und antworten auch wenn man gerade nichts sagen möchte.

00:02:12: So spielen wir andere Kinderspielen Anweisungen befolgen nicht widersprechen.

00:02:17: Wenn ihr die letzten Wochen gut mitgemacht habt Dann klingelt bei dieser Liste einiges.

00:02:21: Das ist nämlich eine ziemlich genaue Beschreibung von dem was wir Masking nennen.

00:02:25: Kindern wird sehr systematisch beigebracht wie man von außen unauffällig wirkt Und dann sitzen dieselben Menschen, dreißig Jahre später

00:02:31: bei

00:02:31: PsychologInnen oder bei PsychotherapeutInnen und versuchen mühsam wieder herauszufinden was sie eigentlich brauchen.

00:02:37: Wer sie ohne diese Anpassung sind?

00:02:40: Was mich daran fachlich am meisten stört ist die Frage was eigentlich gemessen wird.

00:02:44: Gemessen wird das sichtbare Verhalten.

00:02:46: ein Kind das Aufwett zu wippen gilt als Fortschritt.

00:02:49: ob es innerlich immer noch komplett überflutet ist taucht in keiner Statistik auf weil's einfach nicht so zählen ist.

00:02:54: Und Stimming ist eine Regulationsstrategie,

00:02:56: die etwas leistet.

00:02:58: Wenn man diese einem Kind abtrainiert ohne ihm etwas anderes zu geben dann hat man immer ein Werkzeug weggenommen und diese Überflutung ist immer noch da nur eben unsichtbar.

00:03:07: Der zweite Punkt ist die Sache mit dem Gehorchen.

00:03:09: Ein großer Teil dieser Arbeit besteht darin dass ein Kind zuverlässig tut was man ihm sagt.

00:03:14: Ein Kind lernt dabei über Jahre, dass sein Nein kein Gewicht hat.

00:03:18: Dass sein Unwohlsein kein ausreichender Grund ist etwas zu beenden und es dafür belohnt wird sich zu überwinden.

00:03:24: Was das für spätere Grenzen bedeutet?

00:03:26: Für Beziehungen, für den Schutz von Übergriffen könnt ihr euch denken.

00:03:30: Ich will fair bleiben, deswegen sage ich das dazu.

00:03:32: Also dass es wirklich ein umstrittenes Feld ist.

00:03:34: Es gibt Studien die zeigen, dass Kinder in bestimmten Bereichen Fähigkeiten dazugewinnen – vor allem in der Sprache.

00:03:40: Vieles läuft heute deutlich sanfter ab als vor vierzig Jahren mit Belohnung statt Bestrafungen und es gibt Fachleute in diesem Bereich, die sehr um das Wohlbefinden der Kinder bemüht sind.

00:03:49: Es gib auch autistische Erwachsene, die von guten Erfahrungen berichten Aber mir zieht sich ehrlich gesagt alles zusammen, wenn ich davon höre.

00:03:56: Und wie stark die langfristigen seelischen Folgen sind ist wissenschaftlich auch überhaupt noch nicht geklärt.

00:04:00: Was ich aber sehr ernst nehme, ist, wie durchgängig die Rückmeldung autistischer Wachsenauswahlen, die das als Kinddurchlaufen haben und wie oft ich in meiner eigenen Arbeit auf dieselben Muster stoße – auch bei Frauen, die nie in solchen Therapien waren und diese Botschaft trotzdem aufgenommen haben von Eltern, von Lehrerinnen vom Kindergarten.

00:04:18: Diese Richtung ist die gegen die dieser ganze Kurs arbeitet.

00:04:22: Wir haben zehn Wochen lang bei dir angefangen und gefragt, wie dein System gebaut ist.

00:04:26: Wo deine Energie hingeht – was es beruhigt, was es zum Leuchten bringt?

00:04:30: Und dann haben wir uns angeschaut welche Bedingungen um dich herum sich ändern müssen damit du wieder gut darin leben kannst!

00:04:36: Wir haben dir nichts abgewöhnt.

00:04:37: Deine Stims dürfen bleiben, deine Rückzüge dürfen bleiben.

00:04:40: Dein Bedürfnis nach Wiederholung und Verhersehbarkeit darf bleiben.

00:04:43: Und wir haben uns angestaut wie wichtig es ist dass du deine Grenzen richtig setzen kannst und das deinen Nein zählt.

00:04:49: Und der Maßstab dafür, ob etwas funktioniert ist ein anderer geworden.

00:04:53: Es geht darum wie es dir damit geht,

00:04:55: ob du abends noch Kraft hast

00:04:56: und vor allem ob du dich in deinem eigenen Leben wiedererkennst – und wie das nach außen aussieht, das entscheidest ganz du selbst!

00:05:03: Die Veränderung die durch den Kurs angestoßen wird kommt selten als großer Moment.

00:05:07: sie kommt eher als etwas das plötzlich fehlt.

00:05:10: Du merkst dass du auf dem Nachhauseweg nicht mehr dieses Ziehen im Bauch hast.

00:05:13: Du merkest dass du am Sonntagabend an den

00:05:15: Montag denkst ohne dass sich dabei etwas zusammenzieht.

00:05:18: Du sitzt vielleicht irgendwo, wo es

00:05:19: dir früher zu laut war und ist zwar immer noch laut aber du hast noch so viel Restkapazität das es dich nicht komplett auslaubt.

00:05:26: Du sagst vielleicht etwas ab und stellts vielleicht danach fest dass du dich zwei Stunden später gar nicht mehr damit beschäftigst in deinem Kopf Und irgendwann kommt der Punkt an dem du abends noch da bist Nicht als jemand der funktioniert hat und jetzt nur noch liegen kann sondern als jemand dennoch Lust auf etwas hat.

00:05:40: Das ist auch der Teil auf den ich mich für euch am meisten freue.

00:05:43: wenn ein großer Posten wegfällt Wenn also die Arbeit dich nicht mehr komplett aufrüst oder die Wochenenden nicht mehr nur Erholung von der Woche sind, dann entsteht Platz und an diesem Platz kommt etwas das sie mit Leben füllen könnt.

00:05:54: Mit eurer Leidenschaft,

00:05:55: mit euren Freuden oder auch wieder mit echter Verbindung zu Menschen.

00:06:00: Bei meinen Klientinnen oder auch bei mir selbst habe ich das festgestellt dass sie sich plötzlich an Dinge herangetraut haben Die vorher völlig und denkbar waren.

00:06:08: Eine Frau konnte jahrelang nicht alleine in einen Café gehen Und auf einmal ist sie für drei Tage weggefahren.

00:06:13: Eine andere hat sich in einem Kurs angemeldet, indem sie die einzige war, die niemanden kennt.

00:06:18: Und noch eine andere hat mit ihrem Chef ein Gespräch geführt vor dem sie zwei Jahre lang Angst hatte und das immer vor sich hingeschoben hat.

00:06:24: Wenn wir das rückblickend anschauen ist meistens nicht wirklich der Mut gewachsen.

00:06:28: Es war vorher einfach gar keine Kapazität dafür da.

00:06:31: Das Nervensystem war so sehr am Anschlag dass es uns einfach mit allen Mitteln, die es hatte also Kampfflucht, Erstan und Forning immer wieder in diese Sicherheit holen wollte, obwohl die Situation eigentlich gar nicht wirklich bedrohlich war.

00:06:44: Und dieser Angst kostet Energie und wenn du immer so sehr am Limit lebst dann kannst du dir keine einzige zusätzliche Anforderung leisten.

00:06:50: also dein System sagt zu einem neun erstmal nein!

00:06:53: Sobald die Energie wieder ein bisschen aufgeladen ist verschiebt sich das Ganze von selbst ohne dass du dich zu irgendwas überwinden musst.

00:07:00: Deshalb würde ich euch

00:07:01: für die nächsten Monate einmal mitgeben, schaut ab und zu ob eine Sache, die von einem halben Jahr vielleicht unmöglich war sich inzwischen anders anfühlt.

00:07:08: Also nicht als Test den ihr bestehen müsst aber einfach hin und wieder mal so einen Blick drauf werfen wo ihr gerade steht.

00:07:13: Bei ADHS

00:07:14: kommt eine Sache hinzu, die ich für die Gestaltung eures Lebens sehr hilfreich finde.

00:07:18: Ihr habt zwei Anteile, die unterschiedliche Dinge wollen – der autistische Anteil möchte Ruhe vor Hersehbarkeit, weniger Reize, dieselben Abläufe und denselben Weg dasselbe Essen.

00:07:27: Der ADHS-Anteil möchte das endlich mal was passiert!

00:07:30: Der will Neues, Abwechslung und am liebsten heute.

00:07:33: Und ihr steht jeden Tag zwischen diesen beiden Stühlen und wundert euch warum ihr euer Leben selbst so schwer versteht.

00:07:39: Was dabei hilft ist, wenn ihr eine Sache unterscheidet.

00:07:41: Der autistische Anteil weiß meistens

00:07:43: was dir gut tut

00:07:44: und der ADHS-Anteil weiß was dir Spaß macht.

00:07:47: Und du brauchst beides!

00:07:48: Denn wenn nur der Eine entscheidet dann nannest du in einem sehr ruhigen,

00:07:51: sehr

00:07:52: strukturierten und vorhersehbaren Leben.

00:07:54: Wenn nur der Andere entscheidet, dann bist du wahrscheinlich in deinem sehr aufregenden Leben aber nach vier Monaten bist du komplett am Boden Und ich finde dieses Bild immer ganz schön.

00:08:02: Also du hast die beiden Anteile immer mit dabei, sie sitzen immer im Auto aber du musst am Steuer sein und du musst entscheiden wo es lang geht.

00:08:10: Konkret kann das heißen dass du die Grundstruktur deiner Woche nach dem baust was dich trägt also feste Abläufe in ruhiger Ort wenige Termine vier Vorhersehbarkeit und dass du darin bewusst Platz lässt für das was dich anzieht Für ein neues Thema das du dich stürzt für einen spontan Nachmittag für eine Idee die dich gerade packt.

00:08:27: Wenn du also merkst, dass sich zwei deine Bedürfnisse widersprechen dann fragt dich kurz welcher Anteil der gerade spricht und das nimmt dem Ganzen meistens sofort die Verwirrung.

00:08:36: Eine Sache möchte ich euch noch ans Herz legen weil es bei mir auch so viel geholfen hat für den Alltag.

00:08:41: Ihr hört bewusst eine Stufe unter dem auf was grade noch ginge.

00:08:44: Wir haben alle gelernt an's Limit zu gehen und dann noch ein Stück weiter.

00:08:48: An einem guten Tag heißt das weiterzuarbeiten solange es läuft Weil es ja eben gerade läuft Und am nächsten Tag bist Du denn aber komplett erschöpft Wenn du merkst, du könntest noch eine Stunde.

00:08:58: Dann hör auf!

00:08:59: Das fühlt sich anfangs falsch an und es sieht nach verschenkter Zeit aus.

00:09:03: Über eine Woche gerechnet kommst du damit aber deutlich weiter weil die Tage danach nicht wegbrechen.

00:09:08: Dasselbe gilt für ganze Tage.

00:09:10: also plant Tage ein an denen nichts stattfindet und zwar von vornherein und nicht als Belohnung für ne anstrengende Woche Also wenn etwas Großes ansteht einen Termin mit vielen Leuten oder in Familien fest dann haltet den Tag danach am besten komplett frei.

00:09:24: Es gibt einen Punkt, der für viele hart ist.

00:09:26: Und das ist der Moment in dem jemand enttäuscht ist.

00:09:29: Du sagst vielleicht ein Abend im Kindergarten ab oder du sagst, dass ihr an Weihnachten nur bis Nachmittag bleiben könnt

00:09:34: und dann kommt dieser Blick

00:09:35: oder dieser Satz und du hast das Gefühl, du hättest etwas falsch gemacht.

00:09:39: es ist nicht deiner Aufgabe andere Menschen vor ihrer Enttäuschung zu schützen.

00:09:43: Enttäuschung darf da sein.

00:09:44: sie gehört diesen Menschen und sie sagt nichts darüber aus ob deine Entscheidung richtig war.

00:09:48: Für uns ist das oft besonders schwer Weil viele von uns jahrelang darauf trainiert wurden, Stimmungen zu lesen und sofort auszugleichen.

00:09:55: Wir bemerken die Enttäuschung im Raum häufig bevor der andere sie selbst bemerkt hat Und rudern dann wieder zurück Bevor überhaupt jemand irgendwas gesagt hat.

00:10:03: Was dabei hilft ist den Satz einfach stehen zu lassen Absagen kurz begründen und aber nicht weiter erklären.

00:10:09: Die zweite und dritte Erklärung die man hinterher schiebt macht es meist nur noch schlimmer weil sie zeigt dass man selbst noch ein bisschen verhandelt.

00:10:16: Wenn du das ein paar mal gemacht hast wirst du merken dass nicht alle mitkommen werden.

00:10:20: Manche Menschen in deinem Leben werden das gut finden.

00:10:22: Manche werden irritiert sein und sich erst nach einer Weile dran gefühlen, und ein paar werden dir vielleicht auch übel nehmen dass du nicht mehr die bist auf die man sich in jeder Situation verlassen kann.

00:10:31: Es ist der Teil vor dem die meisten am meisten Angst haben Und darüber möchte ich jetzt zum Schluss noch einmal reden weil ich

00:10:37: glaube dass dort etwas wartet was es

00:10:39: einfach wert ist.

00:10:40: Viele von euch haben Jahrzehnte die Erfahrung gemacht dass Kontakt einfach anstrengend ist Dass es nach jedem Treffen einfach einen Tag

00:10:46: Pause braucht

00:10:47: Das Gespräche einfach was kosten, egal mit wem.

00:10:50: Und daraus zieht man dann irgendwann den Schluss das man selbst schlecht im Kontakt ist, dass man nicht gesellig genug isst, dass mit einem irgendwas nicht stimmt.

00:10:57: und dazu gibts ein paar Studien die ich sehr mag und die ich euch jetzt gerne einmal vorstellen möchte.

00:11:01: an der Universität Edinburgh hat man untersucht wie gut Informationen durch Ketten von Menschen wandern.

00:11:07: Der ersten Person wird eine Geschichte erzählt.

00:11:09: Die gibt sie dann an die zweite weiter, die an die dritte und so weiter – insgesamt acht Personen!

00:11:14: Man kann dann messen wie viel unterwegs verloren gegangen ist.

00:11:18: Es gab Ketten aus lauter autistischen Menschen und Ketten Auslautern nicht-autistischem Menschen Und die Autistischen Ketten haben die Geschichte genauso vollständig wiedergegeben als die anderen.

00:11:27: Das wurde später mit über dreihundert Menschen an mehreren Standorten wiederholt Mit dem selben Ergebnis.

00:11:32: Und was das bedeutet, finde ich bemerkenswert.

00:11:35: Denn in den Diagnose-Kriterien steht seit Jahrzehnten, dass autistische Menschen Schwierigkeiten in der sozialen Kommunikation haben.

00:11:41: Aber in dieser Form hält das selber Prüfung nicht stand.

00:11:44: Denn autistischem Menschen geben Informationen sehr genau weiter – also die eigentliche Kommunikion ist nicht das Problem!

00:11:51: Und dann gibt es Interviewstudien, in denen autistischer Erwachsene beschreiben wie es für sie ist Zeit mit anderen autistischen Menschen zu verbringen.

00:11:58: Die Antworten fallen erstaunlich ähnlich aus.

00:12:00: Es ist leichter, es ist weniger Druck dabei!

00:12:03: Man muss nicht ständig überprüfen wie das gerade ankommt.

00:12:05: Man kann direkt sagen was man meint ohne es dreimal einzupacken.

00:12:09: Man darf mitten im Gespräch aufhören.

00:12:11: Es gibt außerdem Untersuchungen und zur Verbundenheit mit der nochi-divagenten Community Und die bringen sie ziemlich deutlich mit mehr Selbstwert und weniger Einsamkeit in Verbindung.

00:12:19: Ich erzähle euch das, was sich daraus etwas ergibt

00:12:21: und was ich euch einfach mitgeben möchte.

00:12:23: Die Erschöpfung nach Kontakt hat sehr viel damit zu tun in welchen Räumen dieser Kontaktstadt findet – und mit wem?

00:12:29: Ihr wart vermutlich die meiste Zeit eures Lebens in Räume, in denen ihr die ganze Zeit übersetzt habt!

00:12:34: Und wenn das wegfällt, dann fällt auch ein großer Teil der Energiekosten weg... Also ich würde dir empfehlen dass du dir vielleicht eine kleine neurodivagente Gruppe suchst.

00:12:42: Das kann auch eine einzige Freundin sein, bei der du merkst das ihr euch auch ohne Anlauf versteht.

00:12:46: Sie muss jetzt nicht unbedingt eure Divergent sein!

00:12:48: Es geht um Menschen, bei denen du dich nicht anpassen musst damit ein Gespräch funktioniert und wenn du das einmal erlebt hast wirst du merken wie viel Kraft du bisher dafür aufgewandt hast und dass du das sogar für normal gehalten hast.

00:12:59: Und es gibt noch eine Sache die in der nächsten Zeit auf euch zukommt und ich möchte einfach, dass ihr die einordnen könnt wenn sie kommt Wenn ihr aufhört euch dauernd zu verstellen und über eure Grenzen zu gehen dann verliert ihr auch die Rolle die daran hängen die zuverlässige, die die alles auffängt.

00:13:13: Die starke und das kann sich für eine Weile ziemlich leer anführen weil ihr in diesen Rollen schließlich auch Anerkennung bekommen habt.

00:13:20: diese Lehre ist der Platz in dem jetzt etwas eigenes hinein wachsen kann Und das kann dauern vielleicht auch länger als er jetzt

00:13:26: erwartet.

00:13:27: was

00:13:27: ich dieser Zugang zu den eigenen Vorlieben erst mal wieder öffnen muss.

00:13:30: Ihr habt jahrzehntelang gescannt was andere brauchen und diese Fähigkeit die schaltet sich nicht von heute auf morgen um.

00:13:36: Ich möchte euch zum Schluss noch ein Bild mitgeben, weil ich glaube dass ihr viel eher losgeht wenn ihr wisst wohin.

00:13:41: Stellt euch einen ganz normalen Mittwoch in einem Jahr vor!

00:13:43: Nichts besonderes ist an diesem Tag.

00:13:45: es ist einfach ein Mittwochen.

00:13:47: Ihr wacht auf und der erste Gedanke ist nicht wie ihr den Tag überstehen sollt.

00:13:51: Der Vormittag läuft in einer Struktur die ihr euch selbst gebaut habt Mit Pausen an denen Stellen an denen ihr sie braucht Und am Nachmittag ist etwas das anstrengend ist.

00:13:59: Aber ihr wisest vorher dass ihr danach eine Stunde für euch habt und die nehmt ihr euch dann auch.

00:14:04: Und dann ist der Abend und die Anforderungen sind durch.

00:14:07: Dann ist da noch etwas übrig, vielleicht nicht viel aber genug dass sie Lust auf

00:14:11: etwas hat.

00:14:11: Auf ein Thema an das ihr euch reinlässt.

00:14:14: Auf etwas was ihr mit euren Händen gestalten könnt.

00:14:16: Auf einen Gespräch das ihr führen wollt oder nicht führen müsst.

00:14:19: Irgendwann in diesem Jahr passiert dann vielleicht noch etwas anderes.

00:14:22: Ihr sagt jemandem was ihr braucht ohne den Satz vorher im Kopf dreimal durchzugehen Und ihr fahrt irgendwo hin, wo ihr euch vor zwei Jahren vielleicht nicht hingetraut hättet.

00:14:31: Ihr sitzt in einem Raum mit Menschen und stellt am Ende fest das es euch nicht so viel gekostet hat.

00:14:35: Das ist was ich meine wenn ich sage dass sich euer Leben an euch anpassen darf.

00:14:40: Es ist kein kleineres Leben indem ihr auf Dinge verzichtet weil ihr sie nicht schafft.

00:14:44: Es ist eines in dem genug Kapazität und Energie da ist um überhaupt etwas zu wollen Um das Leben wirklich zu leben und nicht nur immer geduckt unter nem Regenschirm zu laufen um die ganzen Reize abzuschirmen.

00:14:55: Ihr geht jetzt aus diesem Kurs raus und ihr geht vielleicht an sehr verschiedenen Punkten raus.

00:14:59: Manche von euch haben vielleicht schon die ersten Sachen umgestellt, und merken die ersten Unterschiede Und andere haben vor allem verstanden was mit ihnen los ist und stehen jetzt ganz am Anfang von dem was daraus folgt und beide sind genau da wo sie gerade sein sollen.

00:15:12: Was ich euch wünsche ist dass ihr neugierig bleibt

00:15:14: auf euch selbst

00:15:15: Dass ihr euch diese Erlaubnis die ihr euch in diesen Wochen gegeben habt nicht wieder wegnehmt wenn das Leben anstrengend wird und dass ihr irgendwann an einem ganz normalen Tag merkt, das sie euch in eurem eigenen Leben wieder erkennt.

00:15:26: Schreibt mir super gerne wie es bei euch weitergeht auch in den nächsten Monaten noch.

00:15:30: also ich freue mich wirklich über jede einzelne Nachricht und bin ganz gespannt was ihr so erzählen werdet.

00:15:34: Ich danke euch, dass ihr diese Woche mit mir gegangen seid Danke, dass Ihr diesen Kurs mit mir gemacht habt Und ich freu mich so sehr wenn ihr beide in euren neurodivagenten leben ganz ihr selbst sein könnt!

00:15:44: Ich wünsche Euch einen schönen Tag und ich hoffe es geht euch gut.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.